Alexander Khalifman



                Russland Khalifman
        geboren:18.01.1966            Weltmeister
                 von

            1999-2000 (FIDE)



Wirken

Am 18.Januar1966 wurde Alexander Khalifman in Rußland geboren.

Seine Schachlaufbahn verzeichnet bereits zahlreiche Siege stark besetzter Turniere, beispielsweise:

- Sowjetische Jugendmeisterschaft 1982

- Sowjetische Meisterschaft 1984

- Europameisterschaft 1985/86

- Moskau 1985

- Moskau 1987

- Dordrecht 1988

- New York Open 1990

- Groningen 1990

- Ter Apel 1993

- Rakvere 1993

- Burgas 1994

- Snakt Petersburg 1995

- Russische Meisterschaft 1995

- Hastings 1995/96

- Bad Wörishofen 1996

- Ischia 1996

- Russische Meisterschaft 1996

- Sankt Petersburg 1997

- Aarhus 1997

- Bad Wiessee 1998

Im Jahre 1990 wurde A. K. zum Großmeister ernannt.

Ein Jahr später siedelte er mit seiner Familie nach Frankfurt über und wollte von nun an für Deutschland spielen.

Laut FIDE-Regeln mußte er allerdings eine Sperrfrist von einem Jahr einhalten.

Inzwischen beträgt diese Frist drei Jahre.

Schon nach einem Jahr Bundesliga (FTG Frankfurt, SC Stadthagen) kehrte er aus privaten Gründen in seine Heimatstadt St. Petersburg zurück.

Dennoch blieb er der Bundesliga weiterhin treu.

Mittlerweile spielt er für den Schachverein SG Köln-Porz am Brett drei hinter dem deutschen Nationalspieler Christopher Lutz und dem Niederländer Loek van Wely.

Neben seinem Bundesligaaktivitäten leitet er in St. Petersburg eine Schachschule.

1999 nahm Khalifman -erstmals nach Knock-out-Modus- an der von 31.Juli - 29.August ausgetragenen WM teil.

Trotz starker Proteste der Spieler wie Karpow, Kasparow, Anand und Morosewitsch bezüglich des Knock-out-Modus verfolgte die FIDE weiterhin ihren Weg.

Der Sieger jenes Turniers wird direkt zum Weltmeister ernannt, ohne sich zuvor für das Finalmatch gegen den amtierenden Weltmeister Karpow qualifiziert zu haben.

100 Großmeister nahmen schließlich am Turnier im Caesars Palace Hotel in Las Vegas teil, um den Titel sowie das 660.000 Dollar hohe Preisgeld, von dem die FIDE 20 Prozent erhält, zu gewinnen.

Am 18.August1999 stand die Finalpaarung fest.

A. Khalifman qualifizierte sich gegen Wladimir Akopjan wie folgt: siehe Wettkämpfe

Im Finale konnte Khalifman seinen Kontrahenten mit 3,5 : 2,5 Punkten bezwingen und ist somit der 14. Schachweltmeister in der Geschichte.

Der neue Weltmeister, der nicht zu den Favoriten des Turniers zählte, konnte sein Glück kaum fassen.

Voller Freude sagte er: “Ein Traum ist für mich wahr geworden - auch wenn ich im Moment sicher noch nicht alles realisiere!”

Stand 02/2002




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