Ingo-System



Beim Ingo-System handelt es sich ebenfalls um ein Wertungssystem, welches zur Ermittlung der Spielstärke der einzelnen Schachspieler dient.

Es ist das älteste Wertungssystem, wurde 1947 von Anton Hößlinger vorgestellt und nach seinem Heimatort Ingolstadt benannt.

Bei diesem System ist es wichtig, eine kleine Zahl zu erreichen - denn jekleiner die Ingozahl eines Spielers ist, desto größer ist seine Spielstärke.

Die Ingozahl wird nach folgenden Kriterien berechnet:

Zunächst wird die durchschnittliche Ingozahl aller Turnierteilnehmer ermittelt, indem deren Ingozahlen addiert werden und durch die Anzahl der Teilnehmer dividiert wird.

Sollte ein Turnierteilnehmer noch keine Ingozahl besitzen, wird ihm eine solche zugeordnet, die von der Turnierstärke abhängt.

Nach Beendigung des Turnieres werden die erzielten Punkte der Spieler in Prozent umgerechnet.

Beispiel:

Ein Spieler erreicht 7 Punkte aus 11 Partien - hieraus ergeben sich (7/11)x100%= 63,6%.

Anschließend werden die ermittelten Werte, die über 50% liegen, von der durchschnittlichen Ingozahl subtrahiert, die ermittelten Werte unter 50% addiert.

Beispiel:

Der Ingozahlendurchnitt liegt bei 120 (Zur Erinnerung: Ingozahlen aller Teilnehmer/Anzahl der Teilnehmer).

folglich: 120-(63,6%+50%)= 106,4

Zur Berechnung der neuen Ingozahl berücksichtigt man die Turnierleistung mit 1/4 zuzüglich 3/4 der alten Ingozahl.

Beispiel:

Die alten Ingozahl liegt bei 110 - 106,4x1/4+110x3/4= 109.

Also lautet die neue Ingozahl 109.

Derzeit liegen die Ingozahlen bei etwa 300 bis 2, wobei die internationalen Titelträger meist unter 50 liegen.

Heute jedoch hat das Ingo-System keinen so großen Stellenwert mehr wie damals, da es von den vom Weltschachbund verwendeten Ratingzahlen (auch Elozahl genannt) und vom deutschen Schachbund verwendeten DWZ abgelöst wurde.

Die Umrechnungsformel von einer Elo- zu einer Ingozahl sowie von einer Ingo- zu einer Elozahl lautet:

Ingo= 355-Elo/8

Elo= 2840-Ingox8



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